KS-Betriebsmittelbörse

Liebe Landwirte,

wegen der anhaltenden Trockenheit und der damit entstehenden Futtermittelknappheit, haben wir unser Angebot der Betriebs- und Futtermittelbörse für euch Landwirte deutlich ausgeweitet. Wir versuchen euren Bedarf auch durch Kontakte in andere Regionen Bayerns und Deutschlands bestmöglichst abzudecken.

Wenn ihr Stroh, Heu, Silagen oder andere Futtermittel benötigt oder zu verkaufen habt, meldet euch bei uns in der KS LandService Geschäftsstelle.

 

 

 

 

Silomaisrundballenpresse

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ab Montag, 20. Juli ist wieder ein Lohnunternehmer mit seiner Press-Wickel-Kombination für Silagen aller Art im KS-Bezirk. Sollte Bedarf dafür bestehen, meldet euch zwecks Terminabsprache bitte in der KS LandService Geschäftsstelle.

Maut auf Bundesstraßen ab 1. Juli 2018

Aufgrund der ab 1. Juli 2018 ausgeweiteten LKW-Maut auf alle Bundesstraßen, gibt es auch für die Landwirtschaft einige Änderungen, die wir hiermit mitteilen möchten.

 

Wer ist betroffen?

  • Nach § 1 Absatz 1 Bundesfernstraßenmautgesetz (BFStrMG):
    • Kraftfahrzeuge oder Fahrzeugkombinationen die für den Güterkraftverkehr bestimmt sind oder verwendet werden und
    • Deren zulässiges Gesamtgewicht mindestens 7,5 Tonnen beträgt

Gibt es Ausnahmen für die Landwirtschaft?

  • Nach Meldung von Bundesverkehrsminister Scheuer vom 27.06.2018 an den deutschen Bauernverband:
    • Land- oder forstwirtschaftliche Fahrzeuge, die für eigene Zwecke oder im Rahmen einer Nachbarschaftshilfe bauartbedingt schneller als 40 km/h fahren, sind ebenfalls von der Maut ausgenommen.
    • Dieser Ausnahmetatbestand besteht vorerst bis 01.01.2019, dann soll eine Gesetzesänderung kommen, die die genaue Befreiung für die Land- und Forstwirtschaft regelt.

Wie hoch sind die Kosten für die Maut?

Die Kosten für die Maut setzen sich zusammen aus der zurückgelegten Strecke und einem Mautsatz je km. Der Mautsatz je km besteht aus den Infrastrukturkosten, die je nach Anzahl der Achsen berechnet werden, und den Kosten für die Luftverschmutzung, die sich aus der Schadstoffklasse ergeben.

  • Die Infrastrukturkosten betragen für zwei Achsen 8,1 Ct, für drei Achsen 11,3 Ct, für vier Achsen 11,7 Ct und für fünf oder mehr Achsen 13,5 Ct.
  • Die Kosten für Luftverschmutzung belaufen sich bei Kategorie A ( Euro 6) auf 0 Ct, bei Kategorie B (Euro 5) auf 2,1 Ct, bei Kategorie C (Euro 4, Euro 3 + PMK 2) auf 3,2 Ct, bei Kategorie D (Euro 3, Euro 2 + PMK 1) auf 6,3 Ct, Kategorie E (Euro 2) auf 7,3 Ct und bei Kategorie F (Euro 1, Euro 0) auf 8,3 Ct.

Beispiel: Für einen Ackerschlepper mit bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h, Schadstoffklasse Euro 5 und einem Tridem Abschiebewagen belaufen sich die Kosten pro km auf 13,5 Ct/km + 2,1 Ct/km = 15,6 Ct/km.

Wie ist die Maut zu bezahlen?

Die Abrechnung erfolgt einmal pro Monat. Dabei werden alle Einzelfahrten mit dem
jeweiligen Fahrzeug oder Gespann aufgelistet und abgerechnet. Die Bezahlung kann entweder über Guthabenabrechnung (Vorabüberweisung), Lastschrift, Kreditkarten, Tankkarten,
LogPay-Verfahren, Bargeld oder eine Paysafecard erfolgen.

Wie wird die zu zahlende Strecke erfasst?

Vor Fahrtantritt muss man sich für die zu fahrende Strecke einbuchen, dafür stehen vier verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:

  1. On-Board Unit (OBU):
    • Fest im Fahrzeug verbaut
    • Bucht Strecken automatisch ein, es ist nur die Anzahl der Achsen zu wählen
    • Kosten: Gerät kostenlos, Einbau je nach Schlepper (mindestens 350€)
  2. App:
    • Nach Registrierung kann per App die zu fahrende Strecke vorab eingebucht werden
    • Einbuchung bis 24h vor der Fahrt
    • Navigation kann man sich anzeigen lassen
  3. Online:
    • Gleicher Ablauf wie in der App, nur am PC
  4. Mautstellen Terminal:
    • Die Geräte stehen in Deutschland und im grenznahen Ausland in der Nähe der Anschlussstellen, auf Autohöfen, Rastplätzen und an Tankstellen.

 

Für weitere Fragen stehen wir in der KS LandService Geschäftsstelle jederzeit bereit.

Düngebedarfsermittlung

Nochmal zur Erinnerung:

Vor der Düngung von wesentlichen Nährstoffmengen (50kg Stickstoff, 30 kg Phosphat) muss eine Düngebedarfsermittlung (DBE) erstellt werden.

Das heißt, dass bereits für Früchte, die nach der Ernte von z.B. GPS-Getreide oder Wintergetreide gesät werden, vor der Düngung eine Düngebedarfsermittlung gemacht werden muss. Das gilt sowohl für Hauptfrüchte (Getreide, Raps, etc.) als auch für Zweitfrüchte (z.B. Weidelgras nach Wintergerste das vor dem 01.08. gesät und bis 31.12. geerntet wird), Zwischenfrüchte sind ausgenommen.

Weitere Informationen zur DBE findet ihr im aktuellen Cross Compliance Heft ab Seite 20, im „Gelben Heft“ ab Seite 45 oder im Internet auf der LfL Seite unter: https://www.lfl.bayern.de/iab/duengung/032173/index.php.

Gerne versuchen auch wir eure Fragen so gut es geht zu beantworten.

Falls ihr bei der Erstellung der Düngebedarfsermittlung Hilfe benötigt, sind wir euch dabei gerne behilflich. Nähere Informationen hierzu erhaltet ihr in unserer Geschäftsstelle.

GPS-gestützte Bodenprobenziehung

Bodenuntersuchung – Grundlage jeder Düngung.

Ein optimales Pflanzenwachstum und stets qualitativ hochwertige Ernteprodukte könnt ihr nur erreichen, wenn ihr die Pflanzen ausreichend und ausgewogen mit Nährstoffen versorgt. Zu hohe Mengen sind ebenso unerwünscht wie ein Mangel an Nährstoffen. GPS-gestützte Bodenproben helfen euch, Kosten zu sparen, Erträge zu steigern und die Umwelt zu schonen. Die Nutzung der Daten in eurer Schlagkartei und direkter Import in die AO Schlagkartei, ist genauso gewährleistet, wie die Auswertung der Düngeplanung und die Sicherheit bei Kontrollen.

Paket 1: GPS-gestützte Grundnährstoffbeprobung

  • Probennahme und Grundnährstoffanalyse (pH, P, K, Mg) nach CAL-Methode, Prüfbericht vom Labor.
  • Aufbereitung der Beprobungsdaten als Shape-Datei.
  • Druck von allen Nährstoffkarten für jeden Schlag und untersuchten Nährstoff.

Paket 2: GPS-gestützte Grundnährstoff- und Mikronährstoffbeprobung

  • Probennahme und Grundnährstoffanalyse (pH, P, K, Mg) nach CAL-Methode, Prüfbericht vom Labor. 
  • Aufbereitung der Beprobungsdaten als Shape-Datei. 
  • Druck von allen Nährstoffkarten für jeden Schlag und untersuchten Nährstoff.
  •  Inkl. Mikronährstoffanalyse (B, Cu, Mn, Zn, Na)

Nmin-Untersuchung: GPS-gestützte Probenahme zur Erfüllung der Auflagen der DüV.

  • Beprobung in zwei Schichttiefen (0 bis 30 cm und 30 bis 60 cm; bei Bedarf zusätzlich
    60 bis 90 cm)
  • 15 bis 20 Einstiche/Probe
  • Analytik nach Nmin-Standardmethode
  • Datenaufbereitung für AO Agrar-Office

Info Waldpflanzung / Düngebedarfsermittlung

Ab sofort beginnen wir mit den Pflanzarbeiten, ob Baggerpflanzung, Hohlspatenpflanzung oder mit der Pflanzhaue. Wir besorgen euch auch das Pflanzgut.

Aufträge nehmen wir gerne entgegen.

 

Waldpflanzung mit Bagger

Neu im Angebot: Baggerbohrpflanzung für Großpflanzen

Kombiniert mit dem Bohraggregat ist eine Reisiggabel, welche zur Vorbereitung des Pflanzplatzes dient. Die ansonsten erforderliche Vor- und Nacharbeit entfällt somit. Die Baggerbohrpflanzung ist auch bei schwierig zugänglichen Flächen sehr gut einsetzbar.

 

 

 

Düngebedarfsermittlung

Für alle interessierten Landwirte bieten wir eine Infoveranstaltung zur ordnungsgemäßen Erstellung der Düngebedarfsermittlung nach §4 der Düngeverordnung.

Termine sind je nach Nachfrage laufend möglich.

Eine Anmeldung ist zwingend vorher in der KS LandService Geschäftsstelle notwendig!

 

Gerne sind wir auch bei der Erstellung der Düngebedarfsermittlung behilflich.

Nähere Informationen hierzu gibt es ebenfalls in der KS LandService Geschäftsstelle.

 

KS Jahrestreff 2018: „Landwirtschaft 4.0“ bringt neue Chancen

von links nach rechts:
GF Martin Stauber, Stadtrat Karl Bärnklau (Stadt Weiden), LD Gerhard Gradl, Referent: Dr. Josef Bosch, BBV Kreisobmann Josef Fütterer, stellv.BBV Kreisobmann Karl Bäumler, Margit Bock (KS) Andreas Hermann (KS), Petra Hager (SVLFG), Klaus Gieler (BBV), Josef Stauber (Dt. Ver-mögensberatung) Josef Völkl (Direktor Raiffeisenbank Floß), GF Karl Kiesl

Altenstadt/WN, 01.02.2018

„Der positive Aufwärtstrend setzte sich im Jahr 2017 weiter fort“, freute sich Karl Kiesl, Geschäftsführer der KS Landservice GmbH beim sechsten Jahrestreff in der Gaststätte „D’Wirtschaft“. Erneut konnte die Anzahl der gelisteten Landwirte auf nunmehr 464 gesteigert werden. Als Erfolgsfaktoren machte Kiesl die flexiblen und hochmotivierten Mitarbeiter und den ehrlichen Umgang mit Kunden und Partnern aus. „Wir können uns auf die uneingeschränkte Loyalität durch Euch Bäuerinnen und Bauern verlassen“, betonte der Geschäftsführer.
Von fast 60.000 abgeleisteten Stunden in der Betriebshilfe berichtete Co-Geschäftsführer Martin Stauber. Das entspreche der Arbeitsleistung von 35 Vollzeitkräften. Mit 27.000 Stunden wurde ein Großteil davon in der sozialen Betriebshilfe erbracht. Die Listungspreise seien weiterhin stabil. „Jeder ist Teil unseres Unternehmens“, betonte Stauber.
Andreas Hermann, seit Dezember 2017 neuer Mitarbeiter, ging auf die Düngemittelverordnung ein, die eine exakte Düngebedarfsermittlung vorsieht. Insbesondere müssten für jeden Schlag eine eigene, nachvollziehbare Rechnung aufgestellt und die tatsächlich ausgebrachten Mengen zuverlässig dokumentiert werden. Zur Umsetzung stünden computergestützte Programme zur Verfügung.

Hauptreferent des Abends war dann auch ein IT-Experte. Dr. Josef Bosch von der Farm Facts GmbH sprach über „Landwirtschaft 4.0 – die leise Revolution“. „Das was da auf uns zukommt, das ist enorm. Das wird den Arbeitsalltag verändern. Wir müssen natürlich darauf achten, dass die Menschen bei dieser Entwicklung mitkommen“, sagte Bosch. Sein Unternehmen betreut deutschlandweit 33.000 Kunden, die zusammen 3,88 Millionen Hektar und damit ein Viertel der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche Deutschlands bewirtschaften. Weltweit schrumpfe die verfügbare Ackerfläche pro Kopf. Im Jahr 2050 stünden nach zuverlässigen Berechnungen nur noch 2.000 m² für einen Menschen zur Verfügung. Entsprechend müssten die Flächen bestmöglich bewirtschaftet werden. IT-Lösugen, die bislang nur für Großbetriebe einsetzbar waren, könnten künftig auch auf kleinen und mittleren Betrieben eingesetzt werden. Kern des von Bosch vorgestellten Konzepts ist die Nutzung von Satellitendaten, die die Auswertung von Teilflächen bis auf zehn mal zehn Meter genau ermöglichten. Farm Facts könne die Daten auswerten und zusammen mit den Saatgutherstellern und den Experten vor Ort etwa die optimale Sorte und die passende Aussaatmenge je Teilfläche eines Ackers ermitteln.

BBV Kreisobmann Josef Fütterer betonte, dass allein schon der Begriff Landwirtschaft 4.0 die dramatischen Veränderungen in der Landwirtschaft widerspiegle. „Wir sind alle nur Menschen. 14- oder 16-Stunden Tage sind auf Dauer Raubbau am Körper“, mahnte Fütterer. „Wir als Sozialversicherungsträger haben mit dem KS Landservice einen verlässlichen Partner“, dankte Petra Hager von der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft.